Pilates-Geräte im Überblick - was ich selbst ausprobiert habe (und was noch auf meiner Liste steht)
- Marina M.

- 28. Feb.
- 5 Min. Lesezeit
Ich probiere gerne Dinge aus. Was passt zu mir? Was macht mir Spaß? Zu welchen Kursen buche ich mich immer wieder ein - und zu welchen nie wieder? Das ist mein Ansatz beim Sport generell, und bei Pilates war es nicht anders. Im Laufe der Zeit habe ich einige Pilates-Geräte ausprobiert - manche liebe ich, manche sind auf meiner Wunschliste, und manche kenne ich nur aus der Ferne. Hier teile ich, was ich weiß - und was ich selbst erlebt habe.
Pilates-Geräte im Allgemeinen
Es gibt verschiedene Arten von Pilates-Geräten, die unterschiedliche Funktionen und Merkmale haben. Viele davon wurden direkt von Joseph Pilates und seinen Schülerinnen Anfang des 20. Jahrhunderts erfunden. Die wesentlichen Eigenschaften der Pilates-Geräte sind Bewegungsführung, Unterstützung und vielfältige Möglichkeiten abgestufter Trainingssteigerung. Pilates-Geräte werden sowohl im normalen Training als auch in der Rehabilitation eingesetzt. Der Einfachheit halber unterscheide ich zwischen Klein- und Großgeräten.

Die Pilates-Kleingeräte
Kleingeräte (auf Englisch "small props") findest du in Pilates-Studios oder Physiotherapiepraxen. Im Gegensatz zu den Großgeräten sind sie günstig in der Anschaffung, gruppentauglich - und du kannst sie problemlos zuhause einsetzen.
Pilates-Matten
Meine Grundlage - ohne sie läuft bei mir gar nichts. Ich empfehle, hier zu starten, bevor du zu den anderen Geräten greifst.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen High Mats und Fußbodenmatten. Eine Pilates High Mat ist eine erhöhte Plattform aus einem gepolsterten Holzrahmen - ideal für Menschen mit Gleichgewichtsproblemen oder Verletzungen. Die gewöhnliche Fußbodenmatte eignet sich zum Trainieren zuhause und in Kursen. Wichtig: nicht zu dick, denn das erschwert manche Übungen wie den Roll Up. Mindestens 1 cm Dicke sollte sie jedoch haben, um deine Wirbelsäule zu schützen.

Fitnessbänder / Elastische Bänder
Mein erster Kontakt mit Pilates war tatsächlich zuhause - über Apple Fitness Workouts. Das Band wurde dort ständig eingesetzt, und ich habe schnell gemerkt: Es sieht harmloser aus, als es ist.
Das elastische Band hat in der Regel eine Länge von 2,0 bis 2,5 m und ist etwa 15 bis 20 cm breit. Es gibt verschiedene Widerstände - je nach Trainingsgrad. Du wickelst das Band um die Hände oder stehst mit den Beinen darauf. Es bietet Widerstand und intensiviert dein Training - oder wirkt entlastend, wenn das Körpergewicht teilweise aufgenommen wird.

Pilates-Rolle (Foam Roller / Faszienrolle)
Die Rolle habe ich auch zuhause - und ich lege mich täglich darauf. Besonders bei einem verspannten Rücken hilft sie mir enorm. Ich empfehle die SISSEL® Pilates Roller Pro - sie kostet knapp 60 Euro, ist für Anfängerinnen und Fortgeschrittene geeignet und macht sowohl im Studio als auch zuhause eine gute Figur. Klare Empfehlung.
Die Rolle ist in der Regel 90 cm lang und hat etwa 15 cm Durchmesser. Sie wird häufig zur Vorbereitung einer Pilates-Stunde eingesetzt, fördert die Körperwahrnehmung und schult die Koordination. Du kannst sie außerdem zur Eigenmassage (Myofascial Release) nutzen - das hat einen spürbar positiven Effekt auf die Gewebeflexibilität.

Pilates Ball
Super für Stabilität und Balance - und ideal für Wirbelsäulen- und Bauchmuskeltraining. Ich nutze ihn gerade im Rückbildungskurs nach meiner Schwangerschaft. Sanft, aber effektiv.
Der Pilates Soft Ball ist ein luftgefüllter Gummiball in verschiedenen Durchmessern (18 bis 26 cm). Je nach Luftfüllung kann er als instabile Unterlage, als Widerstand oder als stützende Unterlage verwendet werden. Im Vergleich zur Pilates-Rolle ist er deutlich beweglicher - und damit auch anspruchsvoller.

Pilates Ring / Magic Circle
Der Ring ermöglicht überraschend viele Übungen - im Oberkörper- und im Beinbereich. Nicht das Gerät, das man zuerst im Kopf hat, aber definitiv eines, das sich lohnt.
Der erste Magic Circle wurde von Joseph Pilates selbst erfunden - aus dem Eisenring eines kleinen Bierfasses, mit zwei Holzgriffen an den Seiten. Heute gibt es modernere Versionen, die das Gleiche leisten: Kraftausdauer im Ober- und Unterkörper steigern und die Muskelkontrolle verbessern.

Weitere Kleingeräte, die im modernen Training eingesetzt werden, sind Gewichtsbälle, kleine Hanteln, Fußgewichte, Yoga-Blöcke oder große Pezzibälle.
Die Pilates-Großgeräte
Kommen wir zu den Großgeräten - die findest du in Studios, und sie werden in der Regel im Personal Training oder in Kleinstgruppen unter Anleitung ausgebildeter Trainerinnen eingesetzt. Das Besondere: Pilates-Großgeräte benutzen Federn statt Gewichte. Federn funktionieren anders als Gewichte - ihr Widerstand erhöht sich, während du sie herausziehst. Das Ergebnis: lange, geschmeidige Muskeln, die koordiniert arbeiten.
Pilates Reformer
Den Reformer kenne ich am besten - ich habe ihm sogar einen eigenen Artikel gewidmet. Kurz gesagt: Er ist am Anfang einschüchternd, und nach ein paar Stunden willst du nie wieder aufhören.
Der Reformer besteht aus einer beweglichen Plattform auf einer Schiene und verstellbaren Federstäben. Er trainiert den ganzen Körper, der Schwierigkeitsgrad lässt sich individuell anpassen - sowohl für Anfängerinnen als auch für Fortgeschrittene. Zusätzliches Zubehör wie Standing Platform, Box oder Jump Board erweitert die Übungsvielfalt nochmals erheblich.

Pilates Cadillac / Trapeztisch
Mit einem ziemlich aufregenden Namen ist dieses Gerät tatsächlich so etwas wie das Laufsteg-Modell unter den Pilates-Geräten. Der Cadillac besteht aus einer stabilen Liegefläche mit Verbindungsstangen, Matten und Federbügeln. Das Training reicht von sanften, federunterstützten Übungen bis hin zu fortgeschrittener Akrobatik.

Pilates Chair (Wunda Chair / Combo Chair)
Der Chair steht ganz oben auf meiner persönlichen Wunschliste. Ich warte noch - mein Körper erholt sich gerade nach der Schwangerschaft, und ich möchte erst wieder mehr Kraft aufgebaut haben, bevor ich damit starte. Aber er kommt. Das ist ein Versprechen an mich selbst.
Der Pilates Chair ist ein kompaktes Gerät aus einer gepolsterten Sitzfläche und einer Verbindungsfeder. Er war der erste Heimtrainer von Joseph Pilates - und wurde damals sogar als Möbelstück eingesetzt. Er stabilisiert den Oberkörper, verbessert das Gleichgewicht, stärkt die Beinmuskulatur und fördert die Mobilität.

Pedi Pole / Ped-O-Pull
Ein einfaches, aber vielseitiges Gerät zur Förderung der Rumpfkraft, Schulterstabilität und des allgemeinen Körperbewusstseins. Das Pedi Pole ist T-förmig aufgebaut - eine horizontale Stange an der Spitze, verbunden mit einem vertikalen Metallstab, der die Wirbelsäule darstellt. Es ist absichtlich instabil, um Atmung, Dehnung und Körperwahrnehmung zu fördern.

Spine Corrector / Step Barrel
Der Spine Corrector ist ein Bodengerät in Form eines gebogenen Fasses mit gepolsterter Oberfläche. Es unterstützt die Wirbelsäule, verbessert die Beweglichkeit - vor allem die Extension - und stärkt den Rumpf.

Ein kurzes Wort zur Sicherheit
Jedes Pilates-Gerät hat spezifische Sicherheitsvorkehrungen. Lass dir vor deinem ersten Training eine gründliche Einweisung geben, verstehe die Funktionen des Geräts - und hör auf die Signale deines Körpers. Wenn eine Übung Schmerzen bereitet, sprich deine Trainerin an. Kein Trainingsfortschritt ist es wert, sich zu verletzen.
Pilates ist für mich keine Methode, die ich irgendwann „abgehakt“ habe. Es ist ein fortlaufendes Ausprobieren - was fühlt sich heute richtig an? Was braucht mein Körper gerade? Wenn du ähnlich tickst, bist du hier richtig. Fang an. Probier aus. Und schreib mir gerne, welches Gerät dein Favorit geworden ist.

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